Photovoltaik Glossar
Über 80 Fachbegriffe aus der Solartechnik – verständlich erklärt. Von kWp bis Inselbetrieb, von MPPT bis Einspeisevergütung.
Erstellt vom Team des SZP Solarzentrum Pulheim GmbH, Meisterbetrieb seit 2001, 800+ installierte Anlagen.
A
- Amortisationszeit
- Zeitraum, bis die Investition in eine PV-Anlage durch eingesparte Stromkosten und Einspeisevergütung zurückgeflossen ist. Typisch für ein Einfamilienhaus mit Speicher im Rhein-Erft-Kreis: 10–14 Jahre bei 30+ Jahren Lebensdauer. Siehe auch unser FAQ zur Wirtschaftlichkeit.
- Ausrichtung (Azimut)
- Himmelsrichtung, in die die PV-Module zeigen. Süd (0°) ergibt den höchsten Jahresertrag. Ost (–90°) oder West (+90°) liefern ca. 15–20 % weniger Ertrag, ermöglichen aber einen gleichmäßigeren Tagesertrag. Ost-West-Kombinationen sind bei Flachdächern besonders sinnvoll.
- Autarkiegrad
- Anteil des selbst erzeugten Solarstroms am Gesamtstromverbrauch eines Haushalts. Ohne Speicher typisch: 25–35 %. Mit Speicher: 70–85 %. Höherer Autarkiegrad bedeutet weniger Abhängigkeit vom Stromnetz und geringere Stromrechnung.
- AC-Kopplung
- Verbindung eines Batteriespeichers über den Wechselstrom-Anschluss (AC-Seite) des Wechselrichters. Vorteil: Nachtrüstung zu bestehenden PV-Anlagen möglich. Nachteil: jede Umwandlung kostet ca. 2–5 % Effizienz. Gegenteil: DC-Kopplung.
- Anlagenanmeldung / Netzanmeldung
- Pflichtschritt vor Inbetriebnahme jeder PV-Anlage: Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber (z. B. RheinEnergie für Köln, Westnetz für Pulheim und Rhein-Erft-Kreis) sowie Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. SZP übernimmt beides im Rahmen der Komplettinstallation.
B
- Batteriekapazität (kWh)
- Gesamte speicherbare Energiemenge eines Stromspeichers in Kilowattstunden. Wichtig: Nutzbare Kapazität (70–90 % der Nennkapazität) ist entscheidend, nicht der Bruttoaufdruck. 10 kWh reichen bei einem 4-Personen-Haushalt für ca. 1–1,5 Nächte ohne PV-Ertrag.
- Bifaziale Module
- Solarmodule, die auf beiden Seiten Licht in Strom umwandeln. Die Rückseite nutzt reflektiertes Licht (Albedo), z. B. von hellen Dächern oder Schnee. Ertragssteigerung von 5–25 % gegenüber monofazialen Modulen, abhängig vom Untergrund. Besonders effektiv auf Flachdächern mit Kiesbelag.
- Bypassdiode
- Elektronisches Bauteil, das in PV-Modulen den Stromfluss um verschattete Zellen herumleitet. Verhindert, dass einzelne verschattete Zellen den Gesamtertrag des Moduls oder Strings drastisch reduzieren. In jedem handelsüblichen Modul sind 3–4 Bypassdioden verbaut.
- Bifazial Glas-Glas-Modul
- Solarmodul ohne Rückfolie – beide Seiten bestehen aus Glas. Besonders langlebig und witterungsbeständig, mit typischer Garantie von 30+ Jahren. Etwas schwerer als Standard-Module, aber prädestiniert für anspruchsvolle Installationen (z. B. Fassade, Carport, Überdachungen).
D
- DC-Kopplung
- Verbindung des Batteriespeichers direkt auf der Gleichstrom-Seite (DC) des Hybrid-Wechselrichters. Effizientere Ladung des Speichers aus PV (nur eine Umwandlung statt zwei), aber nur bei Neuanlagen oder Kompletttausch sinnvoll. Gegenteil: AC-Kopplung.
- Degradation
- Jährliche natürliche Leistungsminderung von PV-Modulen durch UV-Belastung, Temperaturwechsel und chemische Alterung. Typisch: 0,3–0,5 % pro Jahr bei hochwertigen Modulen. Nach 25 Jahren leisten gute Module noch 87–92 % ihrer Ursprungsleistung. Qualitätshersteller wie IBC Solar garantieren Mindestleistung nach 25 Jahren.
- Dachneigungs-Winkel
- Winkel des Dachs gegenüber der Horizontalen. Optimaler Neigungswinkel für maximalen Jahresertrag in NRW: 30–35°. Abweichungen bis 15° oder 60° sind wirtschaftlich vertretbar. Auf Flachdächern werden Aufständerungen mit 10–15° eingesetzt.
- Direkteinspeisung vs. Eigenverbrauch
- Bei der Volleinspeisung wird der gesamte erzeugte Strom ins Netz eingespeist und vergütet. Bei Eigenverbrauch (Überschusseinspeisung) nutzt der Haushalt Solarstrom selbst und speist nur den Überschuss ein. Eigenverbrauch rechnet sich, wenn der Eigenverbrauchspreis über der Einspeisevergütung liegt – was seit 2021 fast immer zutrifft.
E
- EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
- Deutsches Bundesgesetz, das Förderung, Einspeisevergütung und Netzanschlusspflichten für erneuerbare Energien regelt. Aktuelle Fassung: EEG 2023 (zuletzt geändert 2025/2026). Bestimmt u. a. Vergütungssätze für PV-Einspeisung und deren quartalsweise Absenkung.
- Eigenverbrauch
- Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im Haushalt verbraucht wird, statt ins Netz eingespeist zu werden. Je höher der Eigenverbrauch, desto größer die eingesparte Stromrechnung. Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen erhöhen den Eigenverbrauch erheblich.
- Eigenverbrauchsoptimierung
- Technische und zeitliche Steuerung von Verbrauchern (Waschmaschine, Geschirrspüler, Wallbox, Warmwasserbereitung), um deren Betrieb möglichst in Zeiten hoher PV-Produktion zu legen. Umsetzbar über Smart-Home-Systeme, Energiemanagementsysteme (EMS) oder einfache Zeitschaltuhren.
- Einspeisevergütung
- Vergütung, die Netzbetreiber für eingespeisten Solarstrom zahlen. Stand EEG 2026 für Neuanlagen bis 10 kWp: ca. 7,94 Ct/kWh (Volleinspeisung) bzw. ca. 8,11 Ct/kWh (Überschusseinspeisung). Die Vergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert und quartalsweise für Neuanmeldungen angepasst.
- Energiemanagementsystem (EMS)
- Software oder Hardware, die den Energiefluss in einem Haushalt steuert: PV-Erzeugung, Speicher-Ladung/-Entladung, Wallbox-Ladeleistung und Netzeinspeisung werden automatisch optimiert. SMA Home Manager oder IBC-Systeme beinhalten integriertes EMS.
- Ersatzstrom vs. Notstrom
- Ersatzstrom: PV-Anlage mit Speicher versorgt einzelne Steckdosen oder Stromkreise im Netzausfall (begrenzte Leistung, Umschaltpause). Notstrom (Vollnotstrom): Das gesamte Haus wird bei Netzausfall automatisch und unterbrechungsfrei weiter versorgt – setzt spezielle Systemtechnik voraus (z. B. SMA Home Energy oder IBC HomeOne). Mehr zu Notstromlösungen.
F
- Flachdach-PV
- Photovoltaikanlage auf einem Flachdach mit Neigung unter 10°. Erfordert Aufständerungen (typisch 10–15°), um ausreichend Neigung und Selbstreinigung durch Regen zu gewährleisten. Besondere Befestigungsarten: Auflast (Ballast), Klemmsystem oder Durchdringung. SZP plant Flachdach-PV mit eigenem Dachdeckermeister-Team.
- Förderprogramme NRW
- Neben der EEG-Vergütung gibt es in NRW kommunale und regionale Förderprogramme für PV-Anlagen, Speicher und Wallboxen (z. B. NRW.BANK, BAFA-Förderung für Speicher). Programme ändern sich regelmäßig – SZP informiert im Beratungsgespräch über aktuell verfügbare Zuschüsse.
- Freilandanlage
- PV-Anlage, die nicht auf einem Dach, sondern auf einer Freifläche (Acker, Industriebrache, Parkplatz) errichtet wird. Für Privathaushalte im Regelfall nicht relevant. Gewerbliche Freiflächenanlagen unterliegen gesonderten EEG-Regelungen und Genehmigungspflichten.
G
- Globalstrahlung
- Gesamte Sonnenstrahlung, die auf eine horizontale Fläche trifft – Summe aus Direktstrahlung und diffuser Strahlung. Im Rhein-Erft-Kreis / Köln-Bonn-Region: ca. 1.000–1.050 kWh/m² pro Jahr. Grundlage für die Ertragsberechnung von PV-Anlagen.
- Garantie (Produkt- vs. Leistungsgarantie)
- Produktgarantie: Hersteller garantiert fehlerfreie Funktion für eine definierte Zeit (IBC Solar: 15 Jahre, SMA: 5–10 Jahre je nach Modell). Leistungsgarantie: Hersteller garantiert Mindest-Wirkungsgrad nach 25 Jahren (z. B. 87 % bei IBC-Modulen). Beide Garantien gelten unabhängig voneinander.
H
- Hybrid-Wechselrichter
- Wechselrichter, der PV-Module, Batteriespeicher und Netz gleichzeitig managen kann. Im Gegensatz zu einem einfachen String-Wechselrichter kann er den Speicher laden und entladen, Notstrom bereitstellen und den Eigenverbrauch optimieren. Standard bei modernen Systemen mit Speicher. Beispiel: SMA Sunny Tripower Hybrid.
- HV-Speicher (Hochvolt)
- Batteriespeicher mit Systemspannung über 48 V (typisch 100–800 V DC). Ermöglichen höhere Lade-/Entladeleistungen bei geringeren Stromstärken (weniger Wärmeverluste, dünnere Kabel). Standard bei modernen Speichersystemen ab 5 kWh Kapazität. Gegenteil: Niedervolt-Speicher (48 V), eher für kleine Systeme.
I
- Inselbetrieb
- Betrieb einer PV-Anlage ohne Netzanbindung – komplett autark. Im deutschen Privatbereich selten, da Netzanbindung wirtschaftlicher ist. Sonderfall: Inselbetrieb-Modus moderner Speichersysteme bei Netzausfall (temporär, nicht dauerhaft). Reiner Inselbetrieb erfordert deutlich mehr Speicherkapazität und oft einen Generator als Backup.
- Inselwechselrichter
- Wechselrichter für netzunabhängige (Insel-)Systeme. Erzeugt selbstständig Wechselstrom ohne Netzreferenz. Wird in reinen Inselanlagen (Gartenhütten, Berghütten, Mobilanwendungen) eingesetzt, nicht in typischen Hausdach-PV-Anlagen.
K
- kWp (Kilowatt-Peak)
- Maßeinheit für die Spitzenleistung einer PV-Anlage unter Standardtestbedingungen (STC: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25°C, AM 1,5). 1 kWp erzeugt in der Köln/Bonn-Region ca. 900–1.000 kWh pro Jahr. Ein typisches Einfamilienhaus benötigt 8–12 kWp, ein 4-Personen-Haushalt erzeugt damit rund 8.000–11.000 kWh/Jahr.
- kWh (Kilowattstunde)
- Energieeinheit: 1 kWh = 1.000 Watt über eine Stunde. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht ca. 3.500–5.000 kWh pro Jahr. PV-Anlagen und Speicher werden in kWh (Energiemenge) und kWp (Leistung) angegeben.
- Klimabereinigung / Ertragsprognose
- Berechnungsverfahren, das die zu erwartende Jahresenergieproduktion einer PV-Anlage schätzt. Basis: langjährige Einstrahlungsdaten, Modulneigung, Ausrichtung, Verschattungsanalyse, Systemverluste. Software wie PVSol oder PVGis liefern realistische Ertragserwartungen.
- Kommunale Förderung (Rhein-Erft-Kreis / NRW)
- Einige Kommunen im Rhein-Erft-Kreis (z. B. Pulheim, Kerpen, Brühl) bieten eigene Förderprogramme für PV, Speicher oder Wallboxen an, ergänzend zu Bundes- und Landesförderung. Informationen beim jeweiligen Stadtrat oder der NRW.BANK-Beratungshotline einholen. SZP klärt aktuelle Optionen im Erstgespräch.
L
- Lastgang / Lastprofil
- Zeitlicher Verlauf des Stromverbrauchs im Haushalt. Analyse des Lastprofils ist Basis für die optimale Speicherdimensionierung. Haushalte mit hohem Tagesverbrauch (z. B. Homeoffice) profitieren stärker von Direkteinspeisung, Haushalte mit abendlichem Schwerpunkt brauchen mehr Speicherkapazität.
- LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat)
- Batterie-Chemie für Heimspeicher. Vorteile: sehr lange Lebensdauer (3.000–6.000 Ladezyklen), thermisch stabil (kein Thermal Runaway), günstiger. Nachteil: etwas geringere Energiedichte als NMC-Akkus. Inzwischen Standard bei den meisten Heimspeichern (SMA AIO, IBC HoneyCome etc.).
M
- Marktstammdatenregister (MaStR)
- Offizielles Register der Bundesnetzagentur für alle Energieerzeugungsanlagen in Deutschland. Jede PV-Anlage muss nach Inbetriebnahme innerhalb von 1 Monat eingetragen werden (kostenlos, online). Pflicht, nicht optional. SZP übernimmt die Registrierung im Rahmen der Inbetriebnahme.
- Modulwirkungsgrad
- Verhältnis von erzeugter elektrischer Energie zu eingestrahlter Sonnenenergie. Aktuelle Hochleistungsmodule (z. B. IBC Solar TopCon): 21–23 %. Ältere polykristalline Module: 15–17 %. Höherer Wirkungsgrad bedeutet weniger Dachfläche pro kWp – relevant bei begrenzter Fläche.
- Mikrowechselrichter
- Kleiner Wechselrichter direkt am einzelnen Solarmodul (statt eines zentralen Wechselrichters für alle Module). Vorteil: Verschattung eines Moduls beeinträchtigt andere nicht. Nachteil: teurer, mehr Wartungspunkte. Meist sinnvoll nur bei stark inhomogener Verschattung. Alternativ: Leistungsoptimierer mit zentralem Wechselrichter.
- MPPT (Maximum Power Point Tracking)
- Regelverfahren im Wechselrichter, das kontinuierlich den optimalen Arbeitspunkt der PV-Module sucht, um maximale Leistung zu erzielen. Moderne Wechselrichter haben 2–4 MPP-Tracker, sodass verschiedene Dachflächen oder Ausrichtungen unabhängig voneinander optimiert werden können.
N
- Netzanschluss / Netzverknüpfungspunkt
- Elektrischer Anschlusspunkt, an dem die PV-Anlage mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden wird. Für die Anmeldung zuständig ist der lokale Netzbetreiber: Westnetz für Pulheim und den Rhein-Erft-Kreis, RheinEnergie für Köln-Stadtgebiet. SZP koordiniert sämtliche Anmeldungen.
- Netzbetreiber
- Unternehmen, das das Stromleitungsnetz in einer Region betreibt und wartet. Nicht zu verwechseln mit dem Stromlieferanten. Für PV-Anlagen wichtig bei Anmeldung, Netzeinspeisung und Notstromabschaltung. Im Rhein-Erft-Kreis: überwiegend Westnetz; in Köln: RheinEnergie.
- Notstromschaltung (automatisch)
- Sicherheitssystem, das bei Netzausfall die Hausinstallation automatisch vom öffentlichen Netz trennt und auf Inselbetrieb (Speicher + PV) umschaltet. Gesetzlich vorgeschrieben (VDE-Norm), damit wartende Monteure nicht durch vermeintlich spannungslose Leitungen gefährdet werden. Umschaltzeit: <20 ms bei modernen Systemen.
- Nullsteuersatz (0 % MwSt.)
- Seit 1. Januar 2023 gilt in Deutschland ein Umsatzsteuersatz von 0 % auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Stromspeichern (bis 30 kWp, Privathaushalte und vergleichbare Gebäude). Gilt auch für Wallboxen, wenn sie zusammen mit einer PV-Anlage geliefert werden. Stand: Juli 2026 weiterhin gültig.
O
- Ost-West-Anlage
- PV-Anlage mit Modulen auf der Ost- und der Westseite eines Satteldachs. Jahresertrag ca. 15–20 % geringer als bei reiner Südausrichtung, aber deutlich gleichmäßigerer Tagesertrag (Morgen- und Abendpeak). Oft mehr kWp pro Dachfläche installierbar. Gut kombinierbar mit Speicher. Mehr zu Stromspeichern.
- Off-Grid (netzunabhängig)
- Betrieb einer PV-Anlage vollständig ohne öffentliches Netz. In Deutschland für Privathaushalte wirtschaftlich kaum sinnvoll; Netzanbindung und Einspeisung rechnen sich fast immer besser. Relevanz für: Gartenhütten, mobile Anwendungen (Wohnmobil, Boot), Berghütten ohne Netzanschluss.
P
- Peak-Shaving
- Strategie, mit dem Speicher kurze Lastspitzen im Stromverbrauch zu kappen. Für Privathaushalte weniger relevant; im Gewerbe senkt Peak-Shaving Netzentgelte erheblich, da diese oft nach dem Jahreslastspitzenwert berechnet werden.
- Photovoltaik (PV)
- Technologie zur direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mittels Solarzellen. Seit 2001 installiert SZP Solarzentrum Pulheim PV-Anlagen in Pulheim und dem Rhein-Erft-Kreis – über 800 Anlagen, planerisch und handwerklich aus einer Hand.
- PV-Pflicht (Solardachpflicht NRW)
- § 42a BauO NRW: Seit 1. Januar 2026 (letzte Stufe in Kraft) besteht bei vollständiger Dachsanierung eines Bestandsgebäudes die Pflicht, mindestens 30 % der Netto-Dachfläche mit PV zu belegen. Gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude. Bei Neubau gelten bereits seit 2023 strengere Anforderungen.
- Potenzialanalyse / Energieanalyse
- Kostenlose Beratung und Analyse bei SZP: Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Verbrauchsprofil und Wirtschaftlichkeit werden bewertet. Ergebnis: maßgeschneidertes Angebot mit konkreten Zahlen zu Ertrag, Eigenverbrauch, Amortisation und Förderung. Jetzt kostenlos anfragen.
R
- Repowering
- Modernisierung einer älteren PV-Anlage: Austausch veralteter Module oder Wechselrichter gegen leistungsfähigere Neugeräte bei Beibehaltung der Unterkonstruktion. Sinnvoll, wenn Wechselrichter defekt oder Einspeisevergütung ausläuft (nach 20 Jahren) und Anlage mit neuem Speicher wirtschaftlich aufgewertet werden soll.
- Rücklaufwärme (Wärmepumpen-Integration)
- PV-Anlage und Wärmepumpe ergänzen sich ideal: Die Wärmepumpe wird tagsüber mit Solarstrom betrieben, das Gebäude thermisch vorgeladen, und der Heizstrom-Anteil sinkt. SZP plant PV-Anlagen auf Wunsch wärmepumpen-ready; Wärmepumpen-Installation erfolgt über spezialisierte Partnerbetriebe.
S
- Schattenmanagement
- Technische Maßnahmen, um den Einfluss von Verschattung (Schornstein, Dachfenster, Nachbarbäume) auf den PV-Ertrag zu minimieren: Leistungsoptimierer (z. B. SolarEdge), Mikrowechselrichter oder Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern. Bei starker inhomogener Verschattung obligatorisch.
- Solarmodul (Monokristallin vs. Polykristallin)
- Monokristalline Module (einheitliche Siliziumkristalle) bieten höheren Wirkungsgrad (20–23 %) und bessere Schwachlichtleistung. Polykristalline Module (gemischte Kristalle) sind etwas günstiger, heute aber fast vollständig durch monokristalline Hochleistungsmodule verdrängt. TopCon und HJT sind neueste Zellgenerationen.
- Solarpaket I & II
- Bundesgesetz zur Vereinfachung und Beschleunigung des PV-Ausbaus. Solarpaket I (2024): erleichterte Anmeldung, höhere Balkonkraftwerk-Leistung, Vereinfachung Mieterstrom. Solarpaket II (2025/2026): weitere Bürokratieabbau, Vereinfachung Netzanschluss, neue Regelungen für Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung.
- String
- Reihe von PV-Modulen, die elektrisch in Serie geschaltet sind. Die Gesamtspannung eines Strings = Summe der Einzelmodulspannungen. Bei Verschattung eines Moduls sinkt die Leistung des gesamten Strings (ohne Bypassdioden oder Optimierer). Moderne Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern verwalten mehrere Strings unabhängig.
- Stromspeicher / Heimspeicher
- Batterie zum Zwischenspeichern von überschüssigem PV-Strom. Erhöht den Eigenverbrauch von ~30 % auf 70–85 %. Typische Speichergröße Einfamilienhaus: 5–15 kWh. SZP verbaut IBC HomeOne und SMA-kompatible Speicher. Mehr zu Stromspeichern.
- STC (Standard Test Conditions)
- Standardisierte Messbedingungen für PV-Module: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25°C Zellentemperatur, AM 1,5 Spektrum. Unter diesen Bedingungen wird die Nennleistung (kWp) gemessen. In der Praxis werden STC selten erreicht – realer Ertrag liegt je nach Standort bei 80–90 % des theoretischen Wertes.
- Solardachpflicht
- Siehe PV-Pflicht (Solardachpflicht NRW).
T
- TopCon-Zelle (Tunnel Oxide Passivated Contact)
- Modernste Siliziummzell-Technologie mit Wirkungsgraden von 22–24 %. Besonders geringe Temperaturverluste und gute Schwachlichtperformance. Inzwischen Standard bei Premiummodulen (z. B. IBC Solar TopCon). Nachfolger der PERC-Zelle, Vorgänger von HJT- und Tandem-Zellen.
- Thermische Leistungsminderung (Temperaturkoeffizient)
- PV-Module liefern bei hohen Temperaturen weniger Leistung. Typischer Temperaturkoeffizient: –0,3 bis –0,4 % pro °C über 25°C. Auf einem 60°C heißen Süddach verliert ein Modul also ca. 10–14 % seiner STC-Leistung. Premiummodule haben niedrigere Temperaturkoeffizienten.
U
- Überschusseinspeisung
- Einspeisung des PV-Stroms, der nach Deckung des momentanen Haushaltsbedarfs übrig bleibt, ins öffentliche Netz. Vergütung nach EEG 2026: ca. 8,11 Ct/kWh (bis 10 kWp). Wirtschaftlich meist sinnvoller als Volleinspeisung, da Eigenverbrauch mehr Ersparnis bringt als die Einspeisevergütung.
- Unterkonstruktion (UK)
- Montagesystem für PV-Module auf dem Dach. Besteht aus Schienen, Klemmen und Dachhaken oder Schraubfundamenten. Muss statisch dimensioniert sein (Schneelast, Windlast nach Region) und materialkompatibel mit der Dacheindeckung. SZP hat eigene Dachdeckermeister und übernimmt UK-Planung und -Montage inklusive.
V
- Verschattungsanalyse
- Analyse, welche Objekte (Schornsteine, Bäume, Nachbargebäude, Antennen) die PV-Module zu welchen Zeiten beschatten. Basis für die optimale Modul-Platzierung und Entscheidung für Standardwechselrichter, Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter. SZP führt Verschattungsanalyse mit professioneller Software im Rahmen der Potenzialanalyse durch.
- Volleinspeisung
- Einspeisung des gesamten PV-Stroms ins öffentliche Netz, ohne Eigenverbrauch. EEG 2026: ca. 7,94 Ct/kWh (bis 10 kWp). Für Haushalte mit sehr geringem Tagesverbrauch oder als Übergangslösung sinnvoll. In den meisten Fällen ist Eigenverbrauchsoptimierung mit Speicher wirtschaftlicher.
W
- Wallbox
- Elektrische Ladestation für Elektrofahrzeuge mit Typ-2-Stecker, fest installiert in Garage oder Carport. Ladegeschwindigkeit: 11 kW (dreiphasig, Standard) oder 22 kW (seltener). Mit PV-Anlage und EMS kann die Wallbox priorisiert mit Solarstrom laden (PV-Überschussladen). Mehr zu Wallboxen.
- Wechselrichter
- Kernkomponente jeder PV-Anlage: wandelt den Gleichstrom (DC) der Solarmodule in Wechselstrom (AC) um, der im Haushalt genutzt und ins Netz eingespeist werden kann. Enthält MPPT-Regelung, Überwachungsfunktionen und Netzschutzabschaltung. Typen: String-Wechselrichter, Hybrid-Wechselrichter, Mikrowechselrichter. Hybrid-Wechselrichter.
- Wirkungsgrad (Systemwirkungsgrad)
- Verhältnis von nutzbarem AC-Strom an der Steckdose zur eingestrahlten Sonnenenergie auf die Module. Berücksichtigt alle Verluste: Modul-Wirkungsgrad, Wechselrichter-Wirkungsgrad (~97 %), Kabel- und Steckerverluste, Temperatureffekte. Typischer Systemwirkungsgrad: 75–85 %.
Z
- Zählerschrank / Hausanschlusskasten
- Elektrische Verteilung, in die der Wechselrichter eingebunden wird. Bei PV-Installation wird oft ein neuer Zweirichtungszähler eingebaut, der Einspeisung und Bezug getrennt misst. SZP koordiniert Zählertausch mit dem Netzbetreiber (kostenlos, durchgeführt vom Netzbetreiber).
- Zweirichtungszähler (bidirektionaler Stromzähler)
- Stromzähler, der sowohl Netzeinspeisung (PV-Überschuss) als auch Netzbezug messen kann. Pflicht bei PV-Anlagen mit Überschusseinspeisung. Wird nach Anmeldung der Anlage vom Netzbetreiber kostenlos installiert. Moderne digitale Zähler (Smart Meter) ermöglichen Echtzeit-Monitoring.
- Zyklen (Ladezyklen Batterie)
- Vollständige Entlade-/Ladevorgänge eines Batteriespeichers. LFP-Speicher halten 3.000–6.000 Zyklen bei ≥80 % Restkapazität (entspricht 8–16 Jahren Betrieb bei täglichem Einsatz). NMC-Speicher: 1.500–3.000 Zyklen. Lebenserwartung moderner Heimspeicher: 15–20 Jahre bei normaler Nutzung.
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Als Meisterbetrieb mit 800+ installierten Anlagen kennen wir jeden Begriff nicht nur aus dem Lehrbuch – sondern aus der täglichen Praxis in Pulheim, Köln, Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis.
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